Zitate von Lehrern aus der Tradition

Über karma

'Swamiji, sagst du die Zukunft voraus?' -
'Nein, das tue ich nicht. Ich lehre euch, wie ihr eure Zukunft nach euren eigenen Plänen gestalten könnt. Du säst einen Orangensamen in deinem Garten. Du benötigst keinen Astrologen, der dir vorhersagt, dass dort keine Mangos wachsen werden. Du bepflanzt deinen Garten, und du entscheidest, ob du Orangen, Mangos, Blumen oder Dornbüsche dort haben willst.'
Swami Veda Bharati (Planting Your Karma Garden)

Die Kraft der Vergangenheit beeinflusst zweifellos die Gegenwart. Warum sollte man die Gegenwart verschwenden mit dem Brüten über die Vergangenheit? Wenn man wirklich versteht, dass das in der Vergangenheit Geschehene bereits geschehen ist, und wenn man sich dafür entscheidet, sich selbst jetzt, in der Gegenwart, zu schulen, gestaltet man für sich eine strahlende Gegenwart und eine bessere Zukunft. Das Vergangene ist das Vergangene.

Den Blick auf die vergangenen Handlungen zu richten, während man doch in der Gegenwart lebt, ist ein falscher Gebrauch von Zeit und Energie. Das Vergangene kann nicht verändert werden, die Erinnerungen des Vergangenen sind im Unbewussten gespeichert. Wir sind hier und können unsere Zukunft jetzt gestalten. Jeder Mensch kann die Gegenwart und Zukunft richtig nutzen und gestalten, unabhängig davon, was in der Vergangenheit geschehen ist.
Swami Rama (Choosing a Path)

Wir alle sind an das karmische Gesetz gebunden. Räume daher dein karmisches Durcheinander auf, bevor du gehst. Ansonsten folgt es dir überall hin.
Swami Rama

Über den Tod

Der Tod ist nicht das Ende des Lebens, sondern einfach nur eine Pause in einer fortlaufenden Geschichte.
Der Tod ist nichts anderes als eine längere Pause zwischen zwei Atemzügen.
Swami Rama

Der Tod ist ein Mythos. Wenn du ihn wirklich analysierst, dann kontemplierst, und dann darüber meditierst, wirst du herausfinden, dass der Tod ein Mythos ist. 
Meditierende sterben jeden Tag freiwillig. Man zieht sein Bewusstsein zusammen mit dem mantra aus dem physischen Erleben zurück zum prana, von prana zum Geist. Und wenn man weiter zum inneren Licht fortschreitet, der Ausstrahlung unseres Selbst (Atman), aus diesem Bewusstsein erkennt man Atman selbst.

Es ist wie eine tägliche Impfung mit einer kleinen Dosis Tod, um seine Unsterblichkeit zu realisieren.
Swami Veda Bharati

Atemgewahrsein und mantra

Wenn du deine Aufmerksamkeit allein auf den Atem konzentrierst, weißt du nicht, was du mit dem Geist anfangen sollst. Es tauchen weiterhin alle möglichen Gedanken auf und lassen dich das Atemgewahrsein vergessen.

Mit einem Mantra verfügt auch dein Geist über eine klare Ausrichtung. Du richtest deinen Geist auf diese bestimmte Kombination von Silben aus.

Zuerst, wenn du das Mantra empfängst, übst du es in Verbindung mit dem Atemgewahrsein. Im weiteren Verlauf der Entwicklung deiner Meditationsübung erhältst du fortgeschrittene Methoden der Mantrapraxis. Es ist ein lebenslanger Entwicklungsprozess.

Im Laufe deiner Mantra-Praxis wirst du erleben, dass das Mantra einfach im Geist aufsteigt und alle anderen Gedanken zur Seite schiebt. Es kommt darauf an, wie offen und bereit du bist, auf dein inneres Wesen zu hören.
Das Mantra kann dein Begleiter sein, es wird dein Freund.
Swami Veda Bharati - Die Anwendung und Bedeutung von Mantras (#3)

Aufsteigende Gedanken in der Meditation

Du selbst formst deinen Geist. All die Eindrücke, die du über deine Sinne aufnimmst, bilden das Rohmaterial deiner eigenen Gedanken.

Wenn du deine Augen schließt, um zu meditieren, geschieht etwas in dir. Dieses Rohmaterial, diese Eindrücke, beginnen aufzusteigen. Sobald der oberflächlich bewusste Geist enspannt, beginnen Dinge aus dem Unterbewussten aufzusteigen.

Die aufsteigenden Gedanken sind nicht grundsätzlich unerwünscht. Es ist wie auf der Couch eines Psychotherapeuten. Du entspannst und erzählst über dich selbst. Dafür zahlst du eine Menge Geld. In der Meditation kommen dieselben Dinge an die Oberfläche. Der bewusste Geist enspannt und all die sonst verborgenen Dinge kommen zum Vorschein.

Der Trick besteht darin, diese Dinge vorüberziehen zu lassen und dann wie eine Blase platzen zu lassen. Dies lässt sich mit dem Erlernen einer Sprache vergleichen. Du machst Grammatikfehler, doch du übst weiter. Bleib also dabei, deinen Geist zu trainieren, lass dich nicht davon abbringen.
Swami Veda Bharati

Unser Geist benötigt Fokus, eine klare Ausrichtung. Sobald der Geist fokussiert ist, wird er dynamisch und kreativ.
Swami Rama (Path of Fire and Light, vol. II)

Der innere Lehrer

In unserem Persönlichkeitssystem gibt es eine Alarmfunktion, etwas, das uns in jedem Moment von innen her anleitet. Es gibt einen inneren Lehrer, wir bezeichnen es als Gewissen. Wann immer man etwas tun möchte, das man nicht tun sollte, weist aus dem Inneren sofort etwas darauf hin und sagt, 'Tu das nicht.' Ganz still sagt es 'Nein' im Inneren. Es ist jedoch nicht ein Aspekt des Denkens, es ist vielmehr das Gewissen, das dem Geist zuflüstert.

Doch dem weicht man gerne aus. Gewohnheiten sind derart kraftvoll, dass die Stimme der Stille, die Stimme des Gewissens, nicht gehört wird. Wir benötigen niemand Außenstehenden, der uns darauf hinweist, was man besser nicht tun sollte. Man weiß, dass man nicht lügen sollte, trotzdem tut man es.

Sobald der Geist auf dieses innere Flüstern hört, begegnet man dem wahren Lehrer in sich, dem eigenen Gewissen.

Alle Belehrungen sind allein für jenenTag bestimmt, an dem man beginnt, auf sein Gewissen zu hören. Das bedeutet nicht, dass man nicht auf den äußeren Lehrer hören sollte, der dir Anleitung gibt. Dieser äußere Lehrer versucht dich darauf hinzuweisen, dass es in dir selbst etwas gibt, einen inneren Lehrer, der ein guter Freund und Begleiter ist.

Unabhängig davon wer man ist, das Gewissen ist immer da. Sobald man lernt, auf die Stimme des Gewissens zu horchen, wird man fähig sein, seine gesamte Persönlichkeit zu transformieren. Das Gewissen kennt und weiß alles. Kein Buch kann es dich lehren, kein Lehrer kann es dir beibringen. Dein Gewissen weiß alles, und es weiß, dass es weiß. Selbst wenn man einem äußeren Lehrer eine Frage stellt, so zieht man doch seine eigenen Schlüsse und folgt seinem Gewissen.

Allerdings hört man nicht immer auf diese Belehrungen seines Gewissens. Tatsächlich ignorieren wir das Gewissen kontinuierlich. Wie es in den alten Schriften heißt, ist die größte aller Verfehlungen jene, sein Gewissen zu ignorieren. Nach einiger Zeit wird dein Gewissen nicht mehr zu dir sprechen, da du nicht auf es hörst. Wenn man es fortwährend ignoriert, zieht es sich zurück und wird still. Es beobachtet weiterhin alles Handeln, doch es sagt nichts mehr dazu.

Lerne daher, auf dein Gewissen zu hören!
Swami Rama (aus 'Yoga, The Sacred Science, Vol. I')

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